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Bildgebende Verfahren

Darstellungen von Tumoren und Metastasen

Bildgebende Verfahren ermöglichen nur selten eine eindeutige GIST-Diagnose. Sichere Befunde liefert nur die Gewebeuntersuchung. Mit der Bildgebung können Tumoren und Metastasen jedoch oft rechtzeitig erkannt werden.

In der Diagnose aus Sicht der Bildgebung von Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) kommen in der Regel zuerst Ultraschalluntersuchungen (z.B. Endosonographie) oder Magen-Darm-Spiegelungen (Endoskopie) zum Einsatz. Doch nicht alle bösartigen Geschwülste lassen sich mit diesen bildgebenden Verfahren finden.

Tumoren, die in den unteren Abschnitten des Dünndarms oder an der Außenseite von Magen oder Darm liegen, kann der Arzt mit einer Endoskopie nicht oder nur sehr schwer erkennen. In diesen Fällen erfolgt eine weiterführende Diagnostik mit moderneren bildgebenden Verfahren: der Computertomographie (CT), der Magnetresonanztomographie (MRT) oder der Positronen-Emissionstomographie (PET). All diese Untersuchungen müssen von einem Radiologen durchgeführt werden.

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Art und Weise der Untersuchung

Die CT ist eine spezielle Röntgenuntersuchung von kurzer Dauer (etwa fünf Minuten), bei der ein Kontrastmittel eingesetzt wird - entweder in Form einer Flüssigkeit zum Trinken oder als Spritze in eine Vene. Der Patient muss vor der Untersuchung nüchtern sein.

Bei der MRT wird der Patient für etwa 30 Minuten in eine Röhre gelegt. Da bei dieser Methode Magnetfelder entstehen, ist sie für manche Menschen (z.B. mit Herzschrittmachern) nicht geeignet.

Bei einer PET muss der Patient ebenfalls nüchtern sein. Er bekommt eine leicht radioaktive Substanz in die Vene gespritzt und muss für die Aufnahme etwa 30 Minuten ganz ruhig liegen.

Mithilfe von CT und MRT kann man die Größe und Gestalt eines Tumors gut darstellen. Mit der PET lässt sich seine Stoffwechselaktivität sichtbar machen

CT ist die Methode der Wahl

Die am häufigsten eingesetzte Methode - sowohl für die erste Diagnostik als auch für die Kontrolle des Krankheitsverlaufs - ist die CT. Die MRT wird bei GIST seltener angewendet. Sie hat zwar den Vorteil, dass für den Patienten keine Strahlenbelastung entsteht und Tumoren in der Leber sehr gut darstellbar sind. Tumoren im Bauchraum dagegen lassen sich auf diese Weise weniger gut sehen.

Der Arzt wird daher von Fall zu Fall entscheiden, welche der beiden Methoden am besten geeignet ist. Die PET ist keine Routineuntersuchung. Sie kommt zum Einsatz, wenn CT oder MRT keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern oder in ganz speziellen Fragestellungen.

Strahlenbelastung bei bildgebenden Verfahren

Bei der CT ist die Strahlenbelastung nach Aussagen des Essener Radiologen Dr. Gerold Antoch etwa 20-mal höher als bei einer normalen Röntgenaufnahme. Würde man allerdings versuchen, ein GIST mit einer normalen Röntgenaufnahme zu diagnostizieren, könnte man viel zu wenig sehen.

Zudem sind nach Angaben des Experten in der CT auch die kleineren Metastasen zu erkennen. Seines Erachtens überwiegen in der GIST-Diagnostik daher die Vorteile einer CT eindeutig die Nachteile durch die höhere Strahlenbelastung: Denn wenn der Tumor oder Metastasen durch Anwendung der CT rechtzeitig erkannt werden, lassen sich früher lebensrettende Behandlungsmaßnahmen ergreifen.


Quelle: Nach Informationen der GIST-Selbsthilfegruppe Schweiz (Protokoll des 5. Treffen der GIST-Selbshilfegruppe Schweiz, Zürich, 18. April 2008, www.gastrointestinale-stromatumoren.com/bisheriges9.html) sowie des Patientenratgebers GIST, Hrsg. Das Lebenshaus e.V., Bad Nauheim, 2. Auflage, 2007
Autor: Claudia Bruhn
Stand: Oct 8, 2008


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